Wechselworte
Künstlergespräch zwischen Joachim Brohm und Heribert C. Ottersbach
Beck & Eggeling präsentiert eine Reihe neuer, fotografischer Einzelbilder des Künstlers. Sie sind seit 2012 entstanden und keinem konkreten thematischen oder seriellen Kontext zugeordnet. Die Gegenstände der Fotografien sind Gebäude, Orte und Dinge, die zeitlich und räumlich zwar unterschiedlicher Herkunft sind, uns jedoch oftmals im Alltag begegnen können. Brohms spezifische Selektion von Sujets, seine kompositorische Präzision und die gedämpfte Farbigkeit der Arbeiten, die in ihrer Zurückhaltung an subtile Abstufungen von Grau in der Schwarzweissfotografie denken lässt, geben dem höchst eigenwilligen Miteinander der abgebildeten Gegenstände einen eigenen, reflexiven Raum. Brohms Fotografien fungieren als Modelle für eine Wirklichkeit, die medial wie global geprägt ist und in der sich mögliche Deutungsebenen überlagern. Bei aller Sachlichkeit und Genauigkeit der Wiedergabe vermag Brohm in seinen neuen Werken meisterlich die wiederkehrende Frage nach Abbild und Wirklichkeit in der Fotografie zu stellen.