mit Kuratorin Jihan Radjai
Für ihre poetischen Porträts ist die Fotokünstlerin Noga Shtainer in Israel längst bekannt, in Berlin zeigt sie nun ihre erste Einzelausstellung. "Wagenburg" betitelt die in Berlin lebende israelische Künstlerin Noga Shtainer nüchtern ihre Porträtreihe und eröffnet mit diesen Fotografien ein Stück verborgene Stadtgeschichte Berlins.
Zwei Jahre lang hat die junge Israelin die in umgebauten Wohn- und Bauwagen lebende Kommune zwischen Friedrichshain und Kreuzberg begleitet. Die entstandenen Porträts erzählen feinfühlig von Menschen, die sich für ein autonomes Leben ohne fließendes Wasser, Strom und Heizung entschieden haben. Noga Shtainer beschreibt sich selbst als eine Fremde unter Außenseitern, durch ihren "fremden" Blick ist es ihr gelungen, Zutritt zu einem Lebensraum zu erhalten, der anderen verwehrt bleibt.