SIGHT.SEEING - 4. Österreichische Triennale zur Fotografie
Der urbane Raum dient in einem immer weiter anwachsenden Ausmaß als Projektionsfläche für angewandte Fotografie. Sie verschreibt sich der Bewerbung von Produkten aller Art, wobei die einzelnen Bilddateien in Summe, neben den zeichen- und objekthaften Logos, die zahlreichen Orte als illusionistisch konfigurierte ästhetische Oberflächen ausbilden.
Unter dem Thema SIGHT.SEEING soll nun eine intensive schichtweise Erkundung des nicht nur als Bildträger in Erscheinung tretenden städtischen Ambientes mit künstlerischen fotografischen Mitteln erfolgen und zur Herstellung vergrößerter "Ansichtskarten" eines Stadtkörpers - in diesen durch die Präsentation integriert - führen. Unter diesen Gesichtspunkten fokussiert die Foto-Triennale zwei wesentliche, zeitrelevante Themen. Auf einer ersten Ebene die Beobachtung eines komplexen Organismus, der sich aus architektonischen, sozio-(multi)kulturellen, sozialen und ästhetischen Bauteilen zusammensetzt, die untereinander als mehr oder weniger funktionierende Gelenke verbunden sind: der urbane Raum soll sich über das "von außen" eingeführte Verfahren des Sightseeings in sich
selbst, aber auch im Print-Medien- sowie im virtuellen Raum abbilden.