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NAN GOLDIN

Exhibition: 14 Mar 2019 – 5 May 2019
Opening: 14 Mar 2019, 18

NAN GOLDIN
Nan Goldin, Roommate aus The Ballad of Sexual Dependency, 1980. © Nan Goldin

Die Hoffnung, niemals einen Menschen zu verlieren, wenn man ihn nur oft genug fotografiert, mag nach dem überraschenden Suizid ihrer Schwester aufgekeimt sein. Ob diese Hoffnung Nan Goldins Obsession begründete, bleibt Spekulation. Sie bewahrte Goldin nicht vor dem Verlust vieler Begleiter*innen. Doch sie gibt auch Aufschluss über ihr Werk als romantische Utopie, statt einer rein radikalen, schonungslosen Dokumentation ihrer Beziehungen und Abhängigkeiten. Die Fotografien ihres visuellen Tagebuchs Ballad of Sexual Dependency ordnete Goldin in jeder Ausstellung dieser Diashow neu. Damit verweist die Arbeit nicht zuletzt auf das stets changierende Beziehungsgeflecht. Ihr Selbstbildnis, nachdem sie ihr Freund Brian verprügelt hatte, markiert darin einen unkittbaren Bruch: „Nachdem ich zusammengeschlagen worden war, teilte ich alles in ein Vorher und ein Nachher ein.“ Die Entprivatisierung alles Privaten bietet den Betrachter*innen auch einen Pakt an: Seht uns an, in unserer Unbändigkeit, in unserem Kampf, in unserer Dramatik! Geht man den Pakt ein, findet man sie am Ende vielleicht wieder, die Hoffnung, dass Amanda, Suzanne, Cookie, Vittorio und all die anderen irgendwo aufgehoben sind.

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