ENGELBERG - INSZENIERTE FOTOGRAFIE

Exhibition: 21 Jul 2021 – 29 Aug 2021
Opening: 20 Jul 2021, 16 – 20

ENGELBERG - INSZENIERTE FOTOGRAFIE
Katharina Mayer: "Tetjana mit Brett blind ohne", aus der Serie "Servir et disparaître", 2002 , © Katharina Mayer

"ENGELBERG - INSZENIERTE FOTOGRAFIE"
Katharina Mayer, Matthias Leupold, Andrej Glusgold, Kurt Buchwald

Kuratiert von Franziska Schmidt

Ausstellung: 21. Juli bis 29. August 2021
Eröffnung: Dienstag, 20. Juli, 16 – 20 Uhr

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Ausstellung und Katalog wurden mit Mitteln des Bezirkskulturfonds realisiert.

Engelberg ist der Name einer Künstler*innengruppe, die sich mit dem Ziel gegründet hat, über die eigene Bildwahrnehmung und das jeweilige OEuvre hinaus in der Zusammenschau ein komplexes "Zeitbild" erfahrbar zu machen. Die vier mit dem Medium Fotografie arbeitenden Künstler*innen Buchwald, Glusgold, Leupold und Mayer eint das darstellende Moment im Bild. Die ausgewählten Arbeiten befragen und ergründen in der "Berührung mit der Welt" das Selbst und das Gegenüber mittels der Inszenierung vor oder hinter der Kamera sowie im Raum. In der Ausstellung werden Gemeinsamkeiten, Synergien und Verbindungslinien zwischen den Protagonist*innen deutlich beziehungsweise vertiefen sich oder divergieren. Die Präsentation in der Galerie Pankow ist die erste institutionelle Ausstellung als Gruppe mit Fotografien, Zeichnungen, Objekten und Installationen.

Kurt Buchwald verbindet Aktionskunst und Fotografie, indem er selbst vor die Kamera tritt und an den
Schnittstellen zwischen Realität und Abbild agiert. Er hinterfragt das Medium Fotografie, experimentiert und schafft neue visuelle Programme. Buchwalds Werk steht für Provokation, Wahrnehmungsänderung und Grenzüberschreitung sowie für das Verborgene, das in uns steckt.

Andrej Glusgolds Arbeiten sind beeinflusst von Schamanismus, Außenseiterkunst, religiöser und Volkskunst. Seine inszenierten Fotografien verkörpern innere Seelenzustände, die in der Kombination mit Zeichnungen in einer Art Such- und Auflösungsprozess surreale Bildchiffren und Metaphern offenbaren. Seine Bilder "verzerren und spiegeln uns selbst und den anderen zugleich." (Eva
Wattolik, 2005)

Matthias Leupold erforscht gesellschaftliche und individuelle Wirklichkeiten und verwickelt die Betrachter*innen in die Untiefen und Dramen innerhalb und jenseits der deutschen und europäischen Grenze. Seine szenischen Fotografien und Bildarrangements folgen nicht nur historischen Vorbildern, sondern lösen sich wiederum von diesen in einer Art Bildreflexion bzw. Bildvision.

Katharina Mayers künstlerisches Interesse gilt dem menschlichen Dasein, der Herkunft und Identität sowie dem Portrait als Schlüsselmoment zwischen Realität, Darstellung und innerem Bild. Mayer inszeniert diverse bedeutungsgeladene personelle Begegnungen und thematisiert Dissonanzen, "Missverständnisse", um ethnische, politische, geschlechtsspezifische Ebenen freizulegen.


Veranstaltungen

Donnerstag, 12. August, 19 Uhr
Film mit Einführung von Matthias Leupold: Hugo Jaeggi – Fotograf

Donnerstag, 19. August, 19 Uhr
Film mit Einführung von Katharina Mayer: Willi Kempp – Ich lebe mit meiner Kunst

Donnerstag, 26. August, 19 Uhr
Buchvorstellung und Künstler*innengespräch mit Franziska Schmidt

Sonntag, 29. August, 16 – 20 Uhr
Finissage

Artists

Works