Kerstin Flake / Benoît Grimbert
Kerstin Flake / Benoît Grimbert
Ausstellung: 2. Februar bis 30. März 2024
Eröffnung: Donnerstag, 1. Februar, 19 Uhr
Mit dem Ausstellungsprojekt "Kerstin Flake / Benoît Grimbert" führt der Fotohof zwei
internationale Positionen zusammen, deren geistige Verwandtschaft sich wohl erst auf den
zweiten Blick zu erkennen gibt. Die Leipziger Künstlerin Kerstin Flake inszeniert als Regisseurin
und Bühnenbildnerin in einer Person bizarre Stücke. Während in ihren Bildserien die Gesetze der
Physik nur bedingt zu gelten scheinen, gleichen Benoît Grimberts präzise Fotografien einer
nahezu archäologischen Untersuchung urbaner Räume. Verbindet der in Paris lebende Künstler
seine Bilder mit den Biografien von Jim Morrison und Charles Manson und lässt so zeitliche
Schichtungen durcheinander geraten, geht es Kerstin Flake, neben dem Spiel mit
Erwartungshaltungen, um eine Überlagerung von Vergangenem und Gegenwärtigen, um das
Verschwinden und Verschieben von Perspektive und Bedeutung.
Kerstin Flake lebt und arbeitet in Leipzig. Nach anfänglichem Studium der Theater-, Film- und
Medienwissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main wechselte sie an die
Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2003 Diplom in der Klasse für Fotografie und
Medien bei Joachim Brohm. Zahlreiche Stipendien, u. a. in Columbus/Ohio (USA), in Ahrenshoop
und am Bauhaus, Dessau. 2023 Personale im Museum für bildende Künste, Leipzig.
Benoît Grimbert lebt und arbeitet ist Fotograf und bildender Künstler in Paris. Er studierte an der
Université Paris VIII. 2023, Ph.D., Sciences and Technologies of the Arts, Atrocity Exhibition.
Throbbing Gristle in Hackney (London, 1975-1981). A photographic investigation. Seine oft in
Kleinauflagen erscheinenden Publikationen, sind in zahlreichen internationalen Sammlungen
(Centre Pompidou, Paris, Museum of Modern Art, New York, Universität für Angewandte Kunst,
Wien) zu finden.