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MUTTERLAND

Exhibition: 2 Oct 2025 – 16 Nov 2025

MUTTERLAND
Mutterland. Die Mutter des Fotografen ruht nach dem Duschen , auf dem Bett und schützt ihre Augen vor dem Sonnenlicht, , das durch das Fenster strömt. In den Zehnerjahren kehrte sie , in die Region zurück, die sie 1990 hoffnungsvoll verlassen hatte , – doch in Westdeutschland hatte sie nie wirklich Fuß gefasst. , Die schwache wirtschaftliche Struktur prägt ihren Alltag, geprägt, von wiederkehrender Arbeitslosigkeit und fehlenden Perspektiven. , 2024, Schweina, Deutschland , © Michel Kekulé

Michel Kekulé
"MUTTERLAND"

Ausstellung: 2. Oktober bis 16. November 2025
Eröffnung: Mittwoch, 1. Oktober, 19 Uhr

Die Ausstellung ist geschlossen am 3.10. und 1. & 2.11.2025

"MUTTERLAND" ist eine fragmentarische, dokumentarische Arbeit, in der Michel Kekulé die gesellschaftlichen und persönlichen Bruchstellen erkundet, die die deutsche Wiedervereinigung in der ostdeutschen Provinz hinterlassen hat. Auch mehr als 35 Jahre nach dem Mauerfall sind die Folgen dieses Umbruchs noch spürbar. Die Arbeit nähert sich einem Landstrich, in dem sich Spuren der Transformation eingeschrieben haben – und sucht zugleich in der Vergangenheit nach Antworten. Sie bewegt sich zwischen gesellschaftlicher Aufarbeitung und einer intimen Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte des Fotografen.

"MUTTERLAND" ist keine Verklärung des Vergangenen, keine Romantisierung eines untergegangenen Staates. Es ist der Versuch, das zu fassen, was im Übergang nicht verschwindet, sondern sich verlagert. Eine Spurensuche nach den Frakturen im Osten, deren Nachklang jetzt erst hörbar wird. Was bleibt, ist das Bild: als Beweis, als Behauptung von Gegenwart.

Michel Kekulés fotografische Arbeit ist geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen und eröffnet Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten. Zu seinen Kernthemen gehören Migration und die multiperspektivische Auseinandersetzung mit Ostdeutschland. Seine Arbeit richtet sich auf gesellschaftliche Realitäten, in denen sich soziale Ungleichheiten, Spannungen und Brüche verdichten – ohne sie auf einen geografischen Raum zu begrenzen. Michel Kekulé lebt in Berlin.

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