Digitale Malerei
Die Galerie artThiess freut sich, vom 26. September bis 20. November 2008 neueste Arbeiten und einen Querschnitt aus dem bisherigen Schaffen der Münchner Künstlerin Hertha Miessner präsentieren zu können.
Kardinalrot, Stoffberge aus schimmerndem Samt und knisternder Seide, ein Wechsel von Licht und Schatten - Hertha Miessner schafft Bilder, die wie altmeisterliche Gemälde wirken. Bei der barocken Opulenz handelt es sich jedoch um eine mit fotografischen Mitteln hergestellte, perfekte virtuelle Täuschung: Der Ausgangspunkt ihrer digitalen Arbeiten ist - nahezu symbolträchtig - malerisches Abfallprodukt: zufällig bemalte Klebestreifen zur Abdeckung beim Malprozess. Eingescannt und digital bearbeitet geben sie plötzlich eine ungeahnte Kostbarkeit preis, die den entstandenen Bildern Qualitäten wertvoller, historischer Gemälde mit ihren illusionistischen Wirkungen verleihen. Sie gaukeln uns eine schillernde Oberfläche vor, hinter der sich Unvermutetes verbirgt.
Die trügerische Ästhetik der digitalen Bildwelt ist somit das Thema in der künstlerischen Arbeit von Hertha Miessner. Was von der Malerei als Nebenprodukt übrig bleibt, wird zum Ausgangspunkt eines immer neuen Werkprozesses, der auch weiterhin dem Malerischen treu bleibt. Farbqualität, Materialität oder auch motivische Andeutungen werden digital weiter verarbeitet, in ihren Wirkungen übersteigert oder gezielt akzentuiert. Der bestechenden Klarheit der statischen Wiedergabe steht die Bewegungsunschärfe gegenüber. Das Bildgefüge gerät also in Bewegung - der Trug in formaler Hinsicht, der bereits in der Verwandlung minderwertiger Materialien zu kostbaren Stoffen begonnen hatte, setzt sich hier auf einer komplexeren gestalterischen Ebene fort.
Hertha Miessner war im August 2008 an der Ausstellung "Olympic Fine Art 2008" mit Künstlern aus 80 Nationen beteiligt, die parallel zur Olympiade vom 8. bis 25. August 2008 im "International Exhibition Centre", Peking, China stattfand.
Vita
in Marquartstein/Bayern geboren
1990-96
Studium der Malerei bei Professor Helmut Sturm, studentische Assistenz für Lithografie bei Prof. Karl Imhof, Akademie der Bildenden Künste München
1996
Meisterschülerin und Diplom
Preise und Stipendien
2002 KATALOGFÖRDERUNG der Stadt München
2000 ATELIERFÖRDERUNG der Stadt München
1996 5.INTERNATIONALE STEINDRUCKTAGE, Leipzig, Stipendium
1994 LEPORELLO, 1. Preis der Dannerstiftung für Lithografie
1992 LEIB UND LEBEN, Kardinal Wetter Förderpreis
Einzelausstellungen
2008
DIGITALE MALEREI, Galerie ArtThiess. München
ALONG PAINTINGS, Galerie Benninger, Köln
2007
HYBRIDE, Galerie 23m2, Aachen
MY OWN SKY, Galerie Steinle, München
2005
VON SCHWARZ BIS RUND, Galerie Benninger, Köln
INBETWEEN, art/s/hopping, München
CONTRAS, UBS, München
2004
BLANCHE ET NOIR, Galerie Steinle, München
2003
DIGITAL PAINTINGS, die kleine Galerie, Erding
TRANS_FORM, Kloster Fürstenfeld, Haus 10, Fürstenfeldbruck
2002
CONTRAPOSITIONEN, Otto Galerie, München, K
VICE VERSA, Seidlvilla, München
1998
SPACE INSIDE, Otto Galerie, München
1996
POST WENDEND, Twist, München
seit 1992 zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen
Arbeiten in Öffentlichen Sammlungen:
Landesbank Baden-Württemberg, Bayrische Motorenwerke BMW – Group, Hypo-Vereinsbank München, Achenbach Art Consulting, Bayerische Landesbank, Sparkasse Landshut, Versicherungskammer Bayern, LfA Förderbank Bayern



