Dienststelle Marienthal - Objekt 16/102 - Reduit
Andreas Magdanz - Dienststelle Marienthal
Sebastian Skiba - Objekt 16/102
Franca Wohlt - Reduit
Andreas Magdanz - Dienststelle Marienthal
1963 geboren in Mönchengladbach, 1987/88 Studium der Visuellen Kommunikation in Mainz, 1988-91 Fortführung des Studiums in Aachen mit Diplom, Schwerpunkt Photographie bei Prof. Wilhelm Schürmann, 1994-97 Lehrauftrag für Photographie an der Fachhochschule Aachen, Fachbereich Gestaltung, seit 2008 Lehrauftrag für Photographie an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, Lehrstuhl für Bildende Gestaltung.
Dienststelle Marienthal
Am 9. Dezember 1997 fasste das Bundeskabinett den Beschluss, den "Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes im Krisen- und Verteidigungsfall zur Wahrung von deren Funktionstüchtigkeit" aufzugeben. Die nuklearwaffensichere, in den bereits militärgeschichtsträchtigen Weinbergen des Ahrtals, 25 km südlich von Bonn liegende Bunkeranlage, mit dem Tarnnamen "Dienststelle Marienthal", war einst dazu bestimmt, im Krisen- oder Verteidigungsfall etwa dreitausend Menschen für mindestens dreißig Tage als gemeinsame Notunterkunft zu dienen und die ungebrochene Handlungsfähigkeit der Staatsspitze zu gewährleisten.
Sebastian Skiba - Objekt 16/102
1983 geboren in Berlin-Friedrichshain, 2003-2006 Studium der Geschichte an der Universität Potsdam, 2006-2009 Fotodesign-Studium am Lette Verein Berlin, seit 2010 freischaffender Fotodesigner. Sebastian Skiba lebt und arbeitet in Berlin.
Objekt 16/102
Harnekop, ein Dorf zwischen Strausberg und Bad Freienwalde. Hier wurde jahrzehntelang eines der wichtigsten Staatsgeheimnisse der DDR gehütet. Anfänglich als "Flugwetterstation" bezeichnet und dauerhaft getarnt als Schulungszentrum der Nationalen Volksarmee wurde in den Jahren 1971-76 für ca. 78 Millionen Mark das Objekt 16/102 errichtet. (16 steht für den militärischen Auftraggeber, die ZUKA, Zentrale Unterkunftsabteilung in Leipzig, 102 ist eine laufende Bezeichnung aus dem Finanzplan.)
Franca Wohlt - Reduit
1981 geboren in Scherzingen (Schweiz), 2001 sechsmonatige Südamerikareise, Volontärsarbeit im Regenwald Ecuadors, 2002 Studium der Archäologie und Kunstgeschichte an der FU Berlin, 2003-2005 Mitglied im Filmarche e.V. Berlin, Kameralehrgang und diverse Kurzfilmdrehs, 2006-2009 Fotodesign-Studium am Lette Verein Berlin, 2009 Fotoassistenz in Sevilla, Spanien, ab 2010 freischaffende Fotodesignerin. Franca Wohlt lebt und arbeitet in Berlin.
Reduit
Kein anderes Land auf der Welt besitzt so viele Bunkeranlagen wie die Schweiz. Aktuell existieren für sieben Millionen Einwohner 270.000 Personenschutzräume und 3.500 große Schutzanlagen. Somit haben 95 Prozent der Schweizer Bevölkerung Zugang zu einem Schutzraum. In den letzten 50 Jahren wurden rund zehn Milliarden Franken für diese Schutzraum-Infrastruktur investiert.


