Barbara Niggl Radloff »

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Exhibition: 5 Feb 2011 – 3 Apr 2011

Carlo Levi - München 1959 © Barbara Niggl Radloff

Barbara Niggl Radloff vom 5. Februar bis 3. April 2011Samstags und Sonntags, 14 bis 18 UhrWir freuen uns, am 5. Februar um 16.00 Uhr unsere nächste Ausstellung zu eröffnen. Die Galerie zeigt Schwarz-Weiß-Portraits von Barbara Niggl Radloff (1936 – 2010), die einen Überblick über das Schaffen der Münchner Fotojournalistin geben.Ihr Credo? „Das Aufzeigen der menschlichen Grundsituation“ so beantwortet Barbara Niggl Radloff diese Frage schon damals, kurz nachdem sie 1958 ihr Studium am Institut für Bildjournalismus in München bei Hans Schreiner abgeschlossen hat.Mit der Kamera in der Hand beginnt sie dann, die Menschen ihrer Umgebung zu begleiten und zu beobachten; und erstaunlich rasch arbeitet sie – als eine der wenigen Frauen in jener Zeit – im Auftrag der Süddeutschen Zeitung, der Münchner Illustrierten, fotografiert für Scala International, Twen, Quick und andere Magazine. Mit einem leidenschaftlichen Interesse für Kunst und Literatur und der ihr eigenen Unbefangenheit begegnet sie berühmten Persönlichkeiten – wie Joseph Beuys, Otto Dix, Truman Capote, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Günter Grass, Erich Kästner, Heinrich Böll – und fotografiert sie fast im Vorübergehen, draußen, beim Spaziergang, im Café und im Museum, im Park oder auf der Straße. Den dänischen Künstler Asger Jorn etwa umrahmt eine pechschwarze Kohlenhalde mitten in München, eine inzwischen längst verschwundene Kulisse.Ihren Erfolg dokumentiert 1996 der Katalog „Fotografien 1958-1962“ bei Mosel & Tschechow in München, der anlässlich ihrer ersten Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin aufgelegt wird. Zahlreiche, auch internationale Ausstellungen folgen in den nächsten Jahren, beispielsweise in Litauen, Irland, Kroatien, Mexiko oder Indien.Zum Jahrestag ihres Todes präsentieren wir eine Auswahl von Bildern aus dem umfassenden Oeuvre von Barbara Niggl Radloff, darunter einige ihrer letzten Porträts, auf denen Künstler-Stipendiaten der Feldafinger ‚Villa Waldberta‘ zu sehen sind, deren Chronistin sie seit 1986 war. Sensibilität gegenüber ihren Motiven und Faszination einer vergangenen Zeitepoche lassen den Betrachter vor Barbara Niggl Radloffs einfühlsamen Menschenbildern lange verweilen. Zwei Gründe von vielen, ihr vielschichtiges Werk (wieder) zu entdecken.

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