Marc Erwin Babej »

Chernogirls Episode II: NYC

Exhibition: 27 Apr 2014 – 31 May 2014
Opening: 27 Apr 2014

Chernogirls Episode II: NYC
Marc Erwin Babej, Street Artist, 2014 , Archival pigment print, 70 x 91.5 cm, Ed.3/5

Marc Erwin Babej
"Chernogirls Episode II: NYC"

Exhibition: 27 April – 31 May 2014

In the current exhibition entitled "Graffiti is ART?", the gallery is pleased to present a selection of the actual work series "Chernogirls Episode II: NYC" from the German-American photographic artist Marc Erwin Babej (*1970 Frankfurt).

The name Chernogirls fuses the name of the former Soviet city of Chernobyl and "girls". The title gives an idea about the topic: a portrait of cosmopolitan young women from the first post-Soviet generation, who were born right around the time of the catasptrophic nuclear accident in 1986. Babej created Chernogirls Episode I in the exclusion zone around the former Chernobyl nuclear power plant, as well as in Minsk. Through this juxtaposition of decay and beauty, of past and present, his work achieves an alienation effect in the vein of Bertolt Brecht and his “epic theater.” Babej’s use of layered meanings and uneasy visual coexistences set his images apart from the great mass of fine art photography.

Marc Erwin Babej
"Chernogirls Episode II: NYC"

Ausstellung: 27. April bis 31. Mai 2014

In der aktuellen Ausstellung "Graffiti is ART?" zeigt die Galerie eine Auswahl der neuen Fotoserie "Chernogirls Episode II: NYC" des bekannten deutsch-amerikanischen Fotokünstlers Marc Erwin Babej (*1970, Frankfurt).

Der Name Chernogirls ist ein "Kunsttitel", zusammengesetzt aus dem Namen der ex-sowjetischen Stadt Tschernobyl und dem englischen Begriff für Mädchen: Girls. Der Titel lässt erahnen, um was geht. Babej fotografierte seine erste Episode der Chernogirls an ihrem Ursprung, in der Speerzone von Tschernobyl sowie in Minsk. In der Serie bildet er junge Frauen aus der ehemaligen UdSSR ab, die zur Zeit des Reaktorunfalls 1986 geboren wurden und der ersten postsowjetischen Generation angehören. Babej fotografierte seine Darstellerinnen dank einer Sondergenehmigung innerhalb des immer noch verseuchten Speergebietes, in schönen, grazilen Posen. Durch eben diese Gegenüberstellung von Verfall und Schönheit, von Vergangenheit und Gegenwart, wird ein Verfremdungseffekt à la Bertolt Brecht erzielt, ein Aspekt der Vielschichtigkeit der Inhalte, der Babejs Fotografien aus der grossen Masse der Kunstfotografien heraushebt.

In der "Chernogirls Episode II: NYC" Serie setzt der Künstler sein Projekt fort. Er fotografiert Chernogirls in der Modehauptstadt New York, wo sie den grössten Teil des Jahres leben und Karriere machen. Auch hier alles im Zeichen der Verfremdung, denn Babej lichtet seine schönen Darstellerinnen in Räumen verfallener Häuser, vor Graffiti Walls oder mitten in den Strassen von Brooklyn und Chinatown ab – stets im Beleuchtungsstil der Hollywood Glamour Fotografie der 40er Jahre.

"Anstatt die Darstellerinnen an glamourösen Orten wie der Fitfth oder Madison Avenue abzubilden, porträtiere ich sie an verwahrlosten Orten. Wie in Brechts epischem Theater geht es in meiner Fotografie darum, den Betrachter davon abzuhalten, sich in eine angenehme Fantasie zu vertiefen. Durch die Brechung des Erwarteten, soll er zum Nachdenken motiviert werden", so Marc Erwin Babej.

Die Chernogirls Serie wurde von Roger Ballen kuratiert.

Weitere Informationen: www.ab-gallery.com

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